Heide-Ulrike Wendt | Autorin und Journalistin
Heide-Ulrike Wendt
Autorin & Journalistin


»Lachen ist gesund«

Mit Vera F. Birkenbihl

Aus dem Buch »Frauen lachen anders« von Heide-Ulrike Wendt

Während es in den vorherigen Kapiteln dieses Buches vor allem darum ging herauszufinden, ob Frauen anders lachen als Männer, wollen wir in diesem der Frage nachgehen: Was passiert mit uns beim Lachen? Ist Lachen tatsächlich ansteckend und gleichzeitig gesund? Wie und worüber lacht der MENSCH, egal ob Mann oder Frau?

Diese Frage stellte sich vor langer Zeit bereits ein so ein kluger, humorvoller, witziger Schriftsteller wie Erich Kästner, und beantwortete sie auch: „Er lacht, wenn man ihn kitzelt. Oder er lacht, wenn er andere lachen hört. Aber worüber lacht der Mensch, wenn sein Verstand und Herz bei der Sache sind? Das ist rasch gesagt: Er lacht über Kontraste!“ Diese Erkenntnis war Kästner aber nicht genug, deshalb wünschte er sich eine genaue Erforschung des Lachens, und hatte den Namen dafür auch schon gefunden:„Lachkunde“. Damit war er seiner Zeit weit voraus, denn die wissenschaftliche Erforschung des Lachens gibt es erst seit Ende der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts. Sie nennt sich Gelotologie (gélos, griechisch, das Lachen oder Gelächter) und befasst sich vor allem damit, was in unserem Körper und Gehirn passiert, wenn wir lachen, und worüber wir lachen, was wir witzig finden.

Das sieht auf den ersten Blick alles relativ heiter und verständlich aus, ist aber beim zweiten ein ziemlich schwer verdaulicher Wissensbrocken.

Und genau deshalb ist es ein großes Glück, dass Vera F. Birkenbihl, die renommierte Leiterin des „Instituts für gehirn-gerechtes Arbeiten“ im bayerischen Odelzhausen und eine der ganz Großen der Seminar-Szene, zu diesem Thema ein kluges und humorvolles Buch geschrieben hat. Es heißt: „An Ihrem Lachen soll man Sie erkennen“ und gibt sehr erhellende Antworten auf solche Fragen wie: Was passiert rein körperlich beim Lachen? Ist Lachen wirklich gesund? Was „macht“ uns lachen? Wie wichtig ist der Humor in unserem Leben?

Haben Sie zum Beispiel je darüber nachgedacht, welche Körperteile neben den Augen, Lippen, Wangen oder dem Unterkiefer beim Lachen direkt betroffen, angesprochen oder gereizt sind? Vera F. Birkenbihl zitiert in diesem Zusammenhang aus dem Buch „Therapeutischer Humor - Grundlagen und Anwendungen“, Fischer , Frankfurt/Main 1998, von Michael Titze und Christof T. Eschenröder: „Das Lachen wirkt sich… wellenförmig auf die gesamte Muskulatur aus. Von besonderer Bedeutung sind die flachen Muskeln im Gesichtsbereich - Stirn, Schläfen, kleines und großes Jochbein, Lippen und Augenlider. Insbesondere die ‚zygomatische’ Muskulatur des Jochbeins formt dabei den typischen Lachausdruck. (Abbildung dazu möglich? Frage an Ulrike Kroneck)

Im Lachen werden auch die Brustmuskeln aktiviert, was die Voraussetzung für einen erhöhten Gasaustausch in der Lunge schafft. Der Hauptmuskel für das Einatmen ist das Zwerchfell. Dieses wird beim Lachen stark aktiviert, so dass die Atemkapazität bedeutend erhöht wird. Neben dieser Aktivierung der willkürlichen Skelettmuskulatur kommt es beim Lachen auch zu einer starken Anregung der unwillkürlichen Muskulatur. So erhöht sich der Herzrhythmus zunächst, um später dauerhaft abzusinken. Die Muskulatur der Arterien entspannt sich, sodass das Gefäßvolumen erhöht wird. Damit verringert sich der arterielle Druck. Ebenso öffnen sich die Bronchien…sodass die Durchlüftung der Lungen gefördert wird.“

„Aus alledem ergibt sich“, schreibt Vera F. Birkenbihl, „dass einige Autoren das Lachen durchaus mit Berechtigung als inneres Jogging bezeichnen.“ …


Lesen Sie jetzt das vollständige Kapitel mit Vera F. Birkenbihl in meinem Buch:
»Frauen lachen anders«, mvg Verlag 2007, 144S., brosch., 15,90 Euro.

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