Heide-Ulrike Wendt | Autorin und Journalistin
Heide-Ulrike Wendt
Autorin & Journalistin


Hebriden, Inseln hinter dem Ozean | Schottland

Von Heide-Ulrike Wendt

Nun waren wir, Mike, der Fotograf, und ich, schon eine Woche unterwegs im sagenumwobenen, wilden Schottland und so trunken vor Glück, dass wir in Oban, einer kleinen Hafenstadt am Firth of Lorne, mit einem Theakstone Best Bitter darauf anstießen.

Danach wollten wir weiter nach Iona, eine kleine Insel am Ende der Welt, über die wir in einer prächtigen Hochglanzbroschüre gelesen hatten: “Iona, das Eiland vor der Südwestspitze der Insel Mull, gilt als Wiege des schottischen Christentums. Im Jahre 563 ging hier der schottische Apostel St. Columba, ein vertriebener irischer Prinz, an Land und gründete ein Kloster. Die Insel, zu den inneren Hebriden gehörend, ist dreieinhalb Meilen lang, anderthalb Meilen breit und hat nur noch 78 Bewohner.”

Wer sie besuchen will, muss erst mit der Fähre nach Mull, dann quer über diese Insel und noch einmal auf die Fähre nach Iona.

Es ist der Weg direkt ins Paradies, denn als wir drei Stunden später über die grünen Hügel der Insel wandern, ist der tiefblaue Himmel voller singender klingender Lerchen. In den Gärten vor den kleinen Häusern am Hafen blühen Primeln, Tulpen, Glockenblumen. Die Wellen, die ganz sanft in die kleinen, schneeweißen Buchten voller Muscheln spülen, sind so klar wie Quellwasser. Und im Pub gleich vorne am Hafen gibt es nicht nur fish and chips, sondern auch haggis - gehackten Schafsmagen, Schafslunge, Schafsherz, mit Hafermehl vermischt und - wie die Kellnerin mit einem freundlichen Lächeln versichert - very delicious.

Wir finden zwei kleine Zimmer mit Blick zum Meer, in der Küche der jungen freundlichen Wirtin riecht es nach frisch gebackenen scones mit Himbeermarmelade und vor dem Kamin liegt schon der Torfsoden für ein wärmendes Feuer am Abend bereit.

“Hier auf dieser Insel kannst du doch eigentlich nur eins sein - glücklich”, sagt Mike, als wir inmitten von wildem Thymian, Gänseblümchen und Moosveilchen auf einer Wiese sitzen, wild entschlossen, diese Insel und ihre Menschen auf immer und ewig zu lieben.

Doch am Abend, vor dem noch kalten Kamin, werden wir aus unseren Träumen gerissen. Plötzlich ist alles anders. Und der Grund: Wir haben eine einzige falsche Frage gestellt. …

Lesen Sie jetzt den kompletten Reisebericht mit Fotos
von Mike Hughes bei schwarzaufweiss.de




[ Startseite | Artikel Hauptübersicht | Reiseberichte ]



Was denken Sie über dieses Thema? Bitte schreiben Sie hier Ihre Meinung:

Kommentar hinterlassen